Johannes Blog

Die Welt zu Gast bei Freunden

Mittwoch, August 2nd, 2006

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 stellte den Höhepunkt des Jahres dar.

In den Tagen vor dem Eröffnungsspiel stieg die Spannung ins unermessliche. Wird alles klappen? Gibt es keine Krawalle? Wo schauen wir das Spiel? Hoffentlich regnet es nicht…

  • Am 9. Juni gehts endlich los. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, denn keiner will sich das Spektakel entgehen lassen. Das Hofer „Fanfest“ platzt schon gut eine Stunde vor der Eröffnung aus allen Nähten. Schnell umdisponieren: Im Biergarten in der Hofer Innenstadt genieße ich (trotz blendender Sonne) das erste Spiel. Deutschland gewinnt. – Alles paletti.
  • Der nächste Höhepunkt folgt am 12. Juni. Eigentlich stand ein Besuch des Nürnberger IMAX-Kinos auf den Programm. Schon im Zug ist der eine oder andere Schal- und Trikotträger unterwegs. In Nürnberg angekommen ist die Hölle los.

    Stimmt Mexico spielt gegen den Iran. Der Bahnhof ist ein grün-weiß-rotes Farbenmeer. Den Iraner und Mexikaner feiern gemeinsam. Anfangs waren die Anhänger der beiden Mannschaften optisch nicht auseinanderzuhalten. Nach einiger Zeit kristallisierte sich aber die mexikanische Ãœbermacht durch ihre melodischen Gesänge und aufwändigen Schmuck heraus. Im IMAX-Kinos erfahren wir das der Projektor defekt sei. Also auf in die Innenstadt. Und hier steppt wirklich der Bär. Das Fanfest auf dem Rathausplatz ist rappel voll und auch ältere Semester sind begeistert bei der Sache:

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  • Nächster Höhepunkt war das zweite Spiel der deutschen Mannschaft am 14. Juni gegen Polen.

    An diesem hochsommerlichen Mittwochabend ging es richtig rund in Biberach. Schon Stunden vor dem Spiel trafen wir uns an der Hochschule um die Schminke aufzutragen und um uns warm zu singen.Ein kleines Manko gab´s da die ersten Minuten nur in schwarz-weiß liefen, aber die Atmosphäre beim public-viewing war gigantisch. Die Freude war umso größer als in der Nachspielzeit der Siegtreffer fiel. Anschließend gings in die Innenstadt wo der Rest Biberachs unterwegs war.

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  • Am Freitag den 16. Juni machten wir uns nach Stuttgart auf. Dort spielte um 18 Uhr Holland gegen die Elfenbeinküste. Bereits im Zug waren die Oranjes nicht zu übersehen. Auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt lief uns noch Arsène Wenger, Trainer des FC Arsenal über den Weg.

    Die Stuttgarter Innenstadt war ein oranges Farbenmeer.

    Auch wir kamen nicht umhin uns in eine Latzhose zu werfen. Ein Fanartikelverkäufer sprach uns an, ob wir ein Ticket hätten. Dies war der erste Kontakt mit dem Schwarzmarkt. Wir beobachteten den Herrn bei seinen versuchen ein Ticket zu ergattern eine gewisse Zeit. Nach einigen Angeboten für 600 und 800 € hielt er eine Karte für 350€ in Händen, packte seine Stand zusammen und verschwand.
    Holland gewann das Spiel knapp mit 2:1. Die Fans feierten ihre Mannschaft, wie es wohl noch keine bis dato auf dem Schlossplatz tat.

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  • Zweit Tage später am 18. Juni reiste ich nach Nürnberg. Denn ich hatte ein Ticket für das Spiel Japan gegen Kroatien ergattert. Bereits in Laupheim/West stiegen etwa 20 Kroaten zu und sorgten bis nach Nürnberg für kräftig Stimmung. Zwei Fans der Engländer die neben mir saßen waren von diesem Spektakel sichtlich beeindruckt.
    In Nürnberg genoss ich die überwältigende Stimmung bei einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt. Blau stand im Kontrast zu rot-weiß-kariert. Hier hatte ich erste bedenken, dass das klicken der japanischen Fotoapparate lauter sein würde als deren Anfeuerungsrufe. Der Weg zum Stadion war recht abenteuerlich, da die Züge aus allen Nähten platzten. Vor Ort verliefen sich die Massen recht schnell und ich war nach wenigen Minuten im Stadion.

    Auf den Wegen zum Stadion standen viele Fans die noch Tickets suchten und wieder andere die solche loswerden wollten. Preise lagen bei mindestens 300 €. Im Stadion war die Stimmung schon recht gut. Das Spiel war ziemlich unatraktiv und endete 0:0. Nichtsdestotrotz war die Stimmung auch nach dem Spiel noch bestens.
    Neben dem Eingang zu meinem Block stand Uli Stielike. Schon bei der Vorstellung der Mannschaften stellte sich heraus, dass auch die japanischen Fans kräftig schreien können. Leider saß ich in einem relativ neutralen Block sodass ich von den richtigen Fanblocks relativ weit entfernt war.

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  • Das Spiel Deutschland – Ecuador schauten wir in Biberach auf dem Gigelberg. Dort hatte EnBW eine Riesenleinwand aufgebaut. Groß und Klein feierte dort den Einzug der deutschen Elf ins Achtelfinale.

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  • Das Spiel gegen Argentinien am 30. Juni verfolgten wir im Kino in Biberach. Die Spannung zum Ende des Spiels war unbeschreiblich.

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  • Deutschland gegen Portugal in Bildern.

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